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Grammatik
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Da dies hier eine kleine Japanischkunde sein soll (die Betonung liegt auf "klein"!), wurde es ein wenig zu weit fhren, an dieser Stelle in die tiefsten Tiefen der japanischen Grammatik vorzudringen. Deshalb nur einige wichtige Grundregeln.

Wenn Ihr ber genauere Grammatikkenntnisse verfgt und diese mit der Fangemeinde zu teilen gedenkt, dann meldet Euch doch einfach per E-Mail bei mir!

  1. Singular und Plural
    Im Grunde beinhaltet allein diese berschrift bereits einen Fehler: Im Japanischen gibt es keine grammatikalische Unterscheidung zwischen Singular und Plural! Wenn in einem Satz etwas von "hana" ( = "Blume") steht, kann das entweder bedeuten, da "die Blume" oder aber "die Blumen" gemeint sind. Glcklicherweise kann man meistens aus dem Zusammenhang erkennen, ob es sich um die Einzahl oder die Mehrzahl handelt. Sollte das einmal nicht der Fall sein, guckt man allerdings ziemlich in die Rhre... ^_^;

  2. Partikeldeklination
    Ach Gott, was sind die Japaner arm dran! Nicht nur, da sie keine Singular/Plural-Unterscheidung haben, nein, sie verfgen auch nicht ber eine Deklination! (Ich mchte an dieser Stelle nur darauf hinweisen, da letztere Aussage auch fr das Englische gilt - nicht alle Sprachen mssen so kompliziert sein wie Deutsch!). Allerdings gibt es im Japanischen einige kleine Wrter, die in dieser Beziehung Hilfestellung leisten und so etwas wie die "Ersatzdeklination" darstellen: Die Partikel. Sie zeigen aber nicht nur den Kasus eines Wortes an, sondern sind auch fr verschiedenste andere Dinge zustndig. Hier seien nur vier der wichtigsten Partikel erwhnt:

    wa zeigt sozusagen den Nominativ bzw. das Subjekt in einem Satz an. Nehmen wir als Beispiel einen einfachen japanischen Satz: "Boku no namae wa Shinji desu." ("Mein Name ist Shinji.") Das wa steht immer direkt hinter dem Wort, auf das es sich bezieht, in diesem Fall also "namae" ("Name"). Hier finden wir auch das no wieder, welches sich auf "boku" ("ich") bezieht. "desu" ist das Verb fr "sein". Verinnerlicht das und schaut Euch den Satz so lange an, bis Ihr verstanden habt!

    no ist vergleichbar mit dem Genetiv. Es steht immer hinter dem Wort, auf das es sich bezieht, z. B.: "tamashii no rufuran", bersetzt "Refrain der Seele". Das no steht hinter dem Wort fr Seele ("tamashii"). Noch ein Beispiel: "Evangelion shogoki no pailoto" ("Der Pilot von Evangelion 01"). Diese Anordnung stellt die uns aus dem Deutschen bekannte Satzgliedordnung regelrecht auf den Kopf, und man mu sich immer vor Augen halten: Das Wort vor dem no ist das Bezugswort, nie andersherum!

    Ausnahme: Japanische Namen, bei denen stehts der Nachname vorne steht, werden in anderen Sprachen meist umgedreht. Wenn solche Namen ein no beinhalten, ist die Reihenfolge nach dem Umdrehen vertauscht. Nehmen wir als Beispiel mal einen Namen aus Sailor Moon, wie Usagi Tsukino ("Hase des Mondes"). "tsuki" ist hier das Bezugswort, aber es steht an der falschen Stelle, weil die beiden Teile des Namens fr die deutsche Version umgedreht wurden. Im japanischen Original heit es richtig: "Tsukino Usagi".

    ni funktioniert nach dem selben Prinzip wie wa und no, allerdings steht es fr den Dativ. Hier ein kleiner Beispielsatz: "Toji wa Shinji ni shinbun o agemasu." = "Toji gibt Shinji die Zeitschrift." Auch hier ist natrlich zu beachten, da der Partikel hinter dem Wort steht, auf das er sich bezieht.

    (w)o entspricht dem Akkusativ im Deutschen. Der Satz unter "ni" war zugleich ein Anwendungsbeispiel fr diesen Partikel. Hier ein weiteres Beispiel: "Hikari wa Toji o suki desu." = "Hikari mag (liebt) Toji."

    mo hat nix mit Deklination zu tun. Es handelt sich vielmehr um ein Hilfswort innerhalb der Satzkonstruktion. Wenn es alleine in einem Satz steht, wird es mit "auch" bersetzt. Kommt es in einer Zweierkombination vor, steht es jedoch fr "und". Hier zur Verdeutlichung ein Beispiel: "Anata mo tenshi desu" ("Auch du bist ein Engel") - "Watashi mo anata mo tenshi desu" ("Ich und du, wir sind Engel").

    Anmerkung: Wenn der Sprecher weiblich ist, ist das Wort fr "ich" "watashi", bei Jungen/Mnnern hingegen "boku".

    ka ist der Fragepartikel. In Fragestellungen steht er hinter dem Prdikat. Beispiel: "Anata no namae wa 'Shinji' desu ka?" ("Lautet [ist] dein Name 'Shinji'?")

  3. Die Verben
    Konjugation im Japanischen...? Ihr ahnt es schon: Gibt's nicht! Haben wir nicht im Angebot! Bitte kommen Sie in 2000 Jahren wieder... ;-)

    Nein, jetzt aber mal im Ernst (Stimme aus dem Hintergrund: "Ernst...? Auf dieser Homepage? Wie soll das gehen?!" - Seashore: "Halt die Klappe, Asuka!"):

    Im Grunde ist Konjugation gar nicht so wichtig, wie wir Deutschen mit unseren unzhligen Mglichkeiten, ein Verb zu verunstalten, gerne glauben. Auch das Englische kommt ohne diese Angelegenheit bestens zurecht. Es gibt sehr wohl Mglichkeiten (wie im Englischen auch), den Tempus ( = die Zeit), in der ein Verb steht, anzuzeigen.

    Das Japanische kennt allerdings nur drei Zeiten: Prsens, Prteritum und Futur. Ansonsten ist die Form eines Verbs vllig unabhngig von dessen Person oder Numerus. Seashore wnscht frhliches Raten! (Stimme aus dem Hintergrund: "Da!! Jetzt fngst du schon wieder an, du mit deinem komischen Humor!" - Seashore: "Besser einen komischen Humor als gar keinen - wie du!")

    Weitere grammatikalische Auswchse folgen in Krze!

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